Geleichberechtiung (Emanzipation der Frauen) unter Liberalen

Ich beginne meine Betrachtung mit der Listen-Aufstellung zur Kommunalwahl des Herbstes 2005 in Marburg.

Dort beanspruchte Gerlinde S. einen sichern Listen mit der Begründung weil sei eine Frau sei.

Darauf ich zu einigen der anwendenden JuLis “Ich bin dagegen eine Frau zu wählen, nur weil sie eine Frau ist!”, habe mich aber dennoch – gegen meiner Art – zurück gehalten weil keine weitere Unruhe durch die JuLis vorteilhaft waren. Die Situation dürfte aber allen Marburgen (Liberalen), wenn nicht sogar allen Hessen, bekannt sein!

Soweit so schlecht!

Die gute Nachricht ist aber das ist eher eine Ausnahme ist.

Bedenkt man das ich zwar schon seit dem 4.4.2000 passiver JuLi war und erst 2003 auf einen Bierdeckel meinen FDP-Mitgliedschaftsantrag bei Mauritz Fänger – ich hoffe er hat ihn noch – unterschrieb. Aber es mich dann einige Monate später in schöne Bocholt verschlagen hatte, wurde ich eigentlich erst dort politisch aktiv.
Also als ich in Bocholt bei den JuLis aufkreuze wurde sie von ein JuLi geleitet welcher eher andere Präferenzen hatte, also durch Abwesenheit glänzte. Also würde der Vorsitz kommissarisch von seiner Stellvertreterin Ruth Mertens geführt, und als es dann zur vorgezogen Neuwahl, kam es verständlicher Weise nicht zur Frage “Kann die das?” Sie konnte es.

Auch die Bocholter FDP stand und steht unter der weiblichen Leitung von Ilona Weißing- welche den Ortsverband selbst im Jahr 1999 gegründet hat. Ich warum habe ich sie zweimal gewählt, nicht weil sie eine Frau ist, sondern weil sie die Sitzungen gut und konsequent leitet, weil sie sich trotz ihrer Selbständigkeit immer aktive eingebracht hat und weil sie liberal (und nicht Schwebel) ist …

Nun zurück in die Gegenwart nach Marburg bei der Marburger Orts-Mitgliederversammlung im Herbst 2006 würden zwei Frauen ohne Gegenstimme als Vorsitzende bzw. Stellvertretung nach gewählt (zu den Gründen der Neuwahl).

Sie wurden bestimmt nicht gewählt (jedenfalls nicht von mir), weil sie Frauen waren sondern weil sie geeignet sind.

Zu unser Vorsitzenden Dr. Vanessa Conze. Ich kann sagen:

  • das sie innerparteilich integrativ auf die Mitglieder wirkt, das ist eine gute wenn nicht notwendige Eigenschaft für einen Vorsitz einer demokratischen Partei.
  • auch außer-parteilich hat sie auch schon eine positive Popularität erreicht. Ich bin jedenfalls schon auf Sie angesprochen worden. Unter anderem wurde von einer Wählerin (welche ich eher der SPD zuordneten würde) und jungen Mutter gesagt, eventuell könnte ich jetzt mir auch mal überlegen doch die FDP zu wählen

Das JuLis-Mitglied Marion Crede geeignet ist hat sie jedenfalls bei den JuLis im Ort und im Land schon bewiesen.
Als sie meinte sie hätte eventuell nicht besonders viel Zeit und ist sich nicht sicher ob sie es manchen soll und noch zwei potenzielle Gegenkandidaten im „Raum schwebten“ sagte ich zu ihr: „Ich unterstütze deine Kandidatur, denn es besser wenig richtig zu machen als viel falsch!“.
Dann wir schon mal bei den Julis sind, sagte Lasse Becker welcher uns in Marburg am letzten Montag besuchte zum Thema warum er Eva als Landes Programmatikerin haben wollte :

[…] weil sie die beste Programmatikerin ist welche wir bei den JuLis zurzeit in Land (gemeint ist Hessen) haben.

Auf meine Zwischenfrage ob dies Geschlechtes neutral gemeint , sagte er das es war geschlechtsneutral gemeint war.
Im diesem Sinne kann ich sagen das wir Liberalen, im Besonders die jung Liberalen eine Gleichberechtigung auch ohne Quoten schaffen. Das haben wir wieder ein mal den Grünen voraus.
Ich glaube eher, dass wir bald eher eine Quote für männliche Bewerber brauchen, bei soviel weiblichen liberalen Potenzial ;-)
Oder was sagt, hierzu unser Marburger FDP Vertreter Torsten Sawalies im “Ausschuss für Gestellung”!?

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