Feminismus, Maskulismus, Emanzipation, und Religion …

Eigentlich die Emanzipation hat ja nicht notgedrungen nur etwas mit einer Gleichberechtigung von Frauen zu tun (ob dies möglich und gewollt ist sicherlich auch eine andere Frage – auf die ich hier erstmal nicht näher eingehe).

Also erstmal leitet sich der Begriff aus dem lateinischen von ‘emancipare’ ab:

einen „Sklaven oder erwachsenen Sohn“ aus dem mancipium, der „feierlichen Eigentumserwerbung durch Handauflegen“, in die Eigenständigkeit zu entlassen.

Im 17./18. Jahrhundert erfolgte eine Bedeutungsverschiebung: Aus dem Akt des Gewährens von Selbstständigkeit wurde eine Aktion gesellschaftlicher und insbesondere politischer Selbstbefreiung; Ziel emanzipatorischen Bestrebens ist ein Zugewinn an Freiheit oder Gleichheit, meist durch Kritik an Diskriminierung oder hegemonialen z. B. paternalistischen Strukturen, oder auch die Verringerung von z. B. seelischer, ökonomischer Abhängigkeit, etwa von den Eltern. Häufig steht der Begriff synonym für die Frauenemanzipation (dies ist zu kritisieren, denn bei der Emanzipation geht es um mehr als nur der Emanzipation von Frauen wenn gleich sie auch wichtig ist, wie mal im Laufe meines Artkiels auch merken wird …). [Quelle zur Begrifflichkeit der Emanzipation wikipedia)

Ich gebe es zu ich betrachte die extremen Auswüchse des Feminismus kritisch, denn teilweise habe ich das Gefühl die feministische Graswurzelbewegung kämpft dafür das irgendwelche Alphaweibchen Posten bekommen, statt sich auf deren persönliches Glück zu konzentrieren (nein damit meine ich keines falls das Heimische Glück im Haushalt, sondern ebenso die Berufliche Bestimmung), mir persönlich ist es ziemlich egal ob unsere Partei von einer Frau oder einen Mann geführt wird oder ob das Henkel jetzt eine weiblich Vorstandvorsitzende hat (und ein recht junge Frau noch dazu - also muss man nicht erst durch der Alter vermännlichen um in den Vorstand zu kommen ... gibt ja die These das im Alter das Gehirn jeweils die Eigenheiten des anderen Geschlechts an nimmt). Ja es ist immer noch die Ausnahme, aber wie gesagt es ist mir gleichgültig ob mein Vorgesetzter ein Mann oder eine Frau ist denn es trifft keine Aussage drüber ob es eine Führungsstil hat welcher mir mehr zu sagt. Und ob mir eine Führungsposition von einen in meinen Augen weniger Kometen Mann oder Frau weggenommen wird ist mir eigentlich ziemlich egal.

Eigentlich ging es mir ja um die Emanzipation von muslimischen Frauen (ist mir gerade bewusst geworden als ich über die verleumderische Aussage von Sarrazin und meine muslimische kopftuchtrage Bekannte reflektiert habe).
Denn ich muss zugeben das ist wie die meisten Menschen von Fremden eindrücken erstmal irritiert bin, und auch denke dies sind meist rückständige Frauen die von ihren Männer (Väter, Ehemänner, etc.) dazu gezwungen werden, wie auch zwangsverheiratet ... (Was leider wohl immer noch vorkommen soll)
Aber ich habe im persönlichen Gespräch mit ihr erfahren das sie sehr wohl emanzipiert (im weiteren Sinne - sie [möchte] studieren, sie sucht sich ihren Mann selbst aus) ist, und sie sich freiwillig dazu entschieden hat ein Kopftuch zu Tragen um ihrer Glauben zu entsprechen… Übrigens sie ist auch trotz oder gerade wegen dem Kopftuch eine ausgesprochen sympathische junge selbstbewusste Frau.
Aber sie ist ja nicht die einzige Frau die es in dieser Weise praktiziert … siehe : Laura. Aber das ist mir auch schon so bewusst gewesen …

Ich finde es auch bewundernswert das sie wegen ihrer Überzeugung berufliche Einschränkungen in Kauf nimmt die nicht sein müssen, denn mittlerweile denke ich das ein Kopftuch in der Öffentlichkeit gar so sehr stört wenn man einerseits tolerant ist und anderseits in seinem Glauben gefestigt ist oder auch offen für neue Kulturen und Glaubensansätze ist (man kann ja über vieles Diskutieren) und sich nicht bedroht davor sieht …

Und zur Frage darf eine Arbeitgeber eine kopftuchtrage Bewerberin ablehnen, nur weil sie eine Kopftuch trägt. Ja, denn er kann aussuchen wenn er einstellt. Aber er ist meiner Meinung nach ziemlich blöd und kurzsichtigen wenn er eine motivierte, talentierte, sympathische kompetente Mitarbeiterin ablehnt …

Aber dies darf nicht von Staatlicher Seite injiziert werden, “multi-kulti ist toll”, ich glaube diese Art der Emanzipation entwickelt sich, wenn mehr muslimische Frauen an die Fachschulen kommen wollen …

Übrigens galt/gilt die christliche Religion auch noch sehr lange als Frauen-diskriminierend, und auch bekennende Feministinnen (wobei ich emanzipierte Frauen bevorzuge, und Männer natürlich auch denn in manchen Bereichen sind Männer auch noch nicht emanzipiert … aber dies ist ein anders Thema) bekennen sich auch aktiv zum Christentum …

Update: Übrigens bin ich jetzt auf die Integration nicht explizit eingegangen, aber diese hat meiner Meinung nach nicht damit zu tun ob man einen Kopftuch trägt oder nicht … (in sofern hat die Muslima in hartaberfair Recht!)

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